Top Info Oktober KW41

Das Wallis nutzt das Potenzial der Herbstsaison

Die Entwicklung hin zu einem Ganzjahrestourismus ist eine zentrale Herausforderung für den hiesigen Tourismus. Dabei sind gerade im Herbst die meteorologischen Voraussetzungen für den Tourismus ideal. Das Wetter ist besonders mild mit einer relativen durchschnittlichen Sonnenscheindauer von 56,2 Prozent im September und Oktober (gegenüber 53,1 Prozent in der Zeit von Juni bis August), gemäss den Zahlen des Walliser Tourismusobservatoriums (WTO). Das WTO verzeichnete im Herbst 2016 (September und Oktober) denn auch eine Zunahme der Übernachtungen um 5 Prozent gegenüber 2015 und belegt damit das Wachstum des Herbsttourismus im Wallis. Die Gäste, von denen 65 Prozent aus der Schweiz kommen, buchen mehrheitlich spontan Kurzaufenthalte mit ein bis drei Übernachtungen. Sie wandern, fahren Velo, besuchen Thermalbäder und interessieren sich immer häufiger für regionale Produkte. Entsprechend richten die touristischen Anbieter im Wallis ihr Angebot zunehmend auf die Besucher im Herbst und deren Interessen aus.

Velo und Mountainbike. Mit über 1600 Kilometern Velo- und Bikerouten bietet das Wallis vielfältige Möglichkeiten für Velofahrer und Mountainbiker. Für die Abenteuerlustigen sind zahlreiche Bikeparks geöffnet:

  • Flowtrail Leukerbad: täglich bis zum 15. Oktober
  • Bellwald: täglich bis zum 22. Oktober
  • Champéry: jeweils am Wochenende bis zum 22. Oktober
  • Verbier: täglich bis zum 29. Oktober
  • Saint-Luc: täglich bis zum 5. November

Seit dem 29. Juli 2017 und noch bis Ende Oktober / Anfang November können Mountainbiker auf der brandneuen Route Stoneman Glaciara ihre Grenzen ausloten. Nach einem Aufstieg in drei Etappen bis zum Aletschgletscher und einer Abfahrt nach Mörel durch das Goms erwartet die Velofreunde die anspruchsvollste Steigung bis zum auf 2451 Meter Höhe gelegenen Breithornpass. Dann führt die Strecke entlang der Rhone weiter bis nach Obergoms.

Im Wallis sind Velorouten und Gaumenfreuden eng miteinander verbunden. Mit seinen 5000 Hektaren Weinbergen ist das Wallis die grösste Weinregion der Schweiz. Die Weinberge entdecken und Weine und Walliser Produkte degustieren kann man auch mit dem Elektrovelo, zum Beispiel bei der Tour «Wine and Bike » von Siders nach Salgesch.

Alles zum Velo/Mountainbike im Wallis: www.valais.ch/cycling

Gastronomie. Wildgerichte, Brisolée und Weinlese: Der Herbst ist ein gastronomischer Höhepunkt. Restaurants mit dem Label «Walliser Köstlichkeiten» warten mit Walliser Spezialitäten und traditionellen Herbstgerichten wie Wild und Brisolée auf. Das Brisolée wird zum Beispiel am 14. und 15. Oktober beim berühmten Kastanienfest in Fully zelebriert. Ein traditionelles Walliser Brisolée besteht aus Kastanien, Walliser Alpkäse, Walliser Trockenfleischprodukte IGP, Walliser Roggenbrot AOP, Butter und Herbstfrüchten wie Trauben, Äpfel, Birnen und Nüsse.

Für Liebhaber guter Tropfen aus dem Wallis veranstalten zahlreiche Weinkeller Wanderungen durch ihre Weinberge mit Weindegustation, wie zum Beispiel die Domaines Rouvinez in Siders. Auf dem Programm steht eine Besichtigung des Weinguts Château Lichten mit seinen terrassierten Weinbergen und der Kellerei Colline de Géronde mit ihrem Fässertunnel.

Alles über die Walliser Gastronomie: www.valais.ch/de/unsere-staerken/regionale-produkte-gerichte

Wildgericht

Wanderungen. Angenehme Temperaturen und viel Sonnenschein machen das Wandern zu einer der herbstlichen Hauptaktivitäten im Wallis. Bei Derborence haben von Les Diablerets abgestürzte Gesteinsmassen einen See aufgestaut. Dieses Gewässer galt lange Zeit als verflucht und wurde gemieden, sodass die Natur sich in seiner Umgebung ungestört entfalten konnte. Heute ist das Derborence-Tal ein Naturschutzgebiet, in dem man bei Wanderungen um den See oder über die nahegelegenen Alpwirtschaften einen naturbelassenen, alten Wald bewundern kann.

Auf 2090 Meter Höhe liegt der Lac Bleu von Arolla, der in 45 Minuten von La Gouille aus zu erreichen ist. Mit seinem leuchtenden Azurblau, das er einer Kombination von Algen und Gletscherton verdankt, bietet er eine traumhafte Fotokulisse.

Eine etwa zweieinhalbstündige Wanderung führt von der Lauchernalp zum berühmten Schwarzsee, in dem sich bei Windstille das Breithorn, das Breitlauihorn und das Bietschhorn spiegeln.

Alle Wanderungen im Wallis: www.valais.ch/de/aktivitaeten/wandern

Immer dem Wasser nach. Die wohltuenden Wirkungen des Thermalwassers sind schon lange bekannt: Es entspannt die Muskeln, stimuliert den Kreislauf und sein Mineralgehalt wirkt lindernd bei chronischen Gelenkbeschwerden. Wie eine Umfrage von Schweiz Tourismus bei einigen Thermalorten zeigt, bietet sich der Herbst für diese Aktivität besonders an: In dieser Jahreszeit stiegen 2016 die Besucherzahlen gegenüber 2015 um 7,6 Prozent an. Das Wallis verfügt über sechs Thermalorte mit Erholungs- und Wellnesszentren – Breiten, Brigerbad, Leukerbad, Ovronnaz, Saillon und Val d’Illiez[cls1] .

Mit seiner einzigartigen Topografie, seinen 26 Staudämmen und mehr als der Hälfte der Schweizer Gletscher auf seinem Boden produziert das Wallis 30 Prozent der Schweizer Wasserkraft. Die imposanten, von Menschenhand geschaffenen Bauwerke sind das umweltfreundlichste und flexibelste Mittel zur Energiegewinnung. Das berühmteste unter ihnen, die Grande Dixence, ist mit einer Höhe von 285 Metern die höchste Gewichtsstaumauer der Welt. Seit zehn Jahren sind auf der Grossbaustelle Nant de Drance über 400 Arbeiter beschäftigt. 17 Kilometer Stollen wurden gebohrt und 1,7 Millionen Kubikmeter Gestein ausgebrochen. Bei dem innovativen Projekt entsteht eines der leistungsstärksten Pumpspeicherkraftwerke Europas, das jährlich 2,5 Milliarden kWh produzieren soll. Ab 2019 wird es schrittweise in Betrieb genommen. Man kann das Innenleben dieser gigantischen Werke mit einem Führer besichtigen – oder sie ganz einfach bei einer Wanderung von aussen bestaunen.

Staudammbesichtigungen: www.valais.ch/de/aktivitaeten/industrie-handwerk/staudamm-besichtigen

Grande-Dixence

 

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